Entfettung in der Oberflächentechnik
Temperatur, Zeit und Chemie lassen sich gegeneinander tauschen. Dieses Werkzeug rechnet aus, wie viel jeder Tausch kostet und was am Teil davon übrig bleibt.
Zehn Grad zu kalt
So viel Reinigungswirkung bleibt übrig. Der stärkste Hebel und zugleich der, den man am Thermometer am leichtesten übersieht.
Dosierung halbiert
Die Chemie wirkt ungefähr mit der Wurzel. Wer beim Reiniger spart, spart mehr, als er denkt.
Alle drei zusammen
10 °C kälter, ein Drittel weniger Reiniger, ein Viertel weniger Zeit: jedes für sich unauffällig. Das Restfett liegt dann rund 38-mal über dem Zielwert.
Bei der wässrigen Entfettung wirken vier Grössen zusammen: Temperatur, Zeit, Chemie und Mechanik. Sie lassen sich gegeneinander tauschen, etwa weniger Wärme durch mehr Zeit, weniger Reiniger durch mehr Strömung. Wie viel wovon, ist im Betrieb meist Erfahrungssache.
Der Rechner nutzt dafür einen Bezugspunkt, den jeder Betrieb ohnehin hat: die Vorgabe des Chemielieferanten. Dazu kommt, wofür sie gilt, also wie stark die Teile verschmutzt sind und wie sauber sie werden müssen. Aus dem Vergleich mit dem Ist-Zustand kommt die Antwort, die im Betrieb zählt: wie weit das Restfett über dem Zielwert liegt.